Bahnvideos allgemein

Hier finden sich Videos mit allgemeinem Bahnbezug, die ich beim Surfen im Netz gefunden oder selbst gemacht habe. Wobei "gemacht" bei meinen Videos eigentlich immer bedeutet: Auf Aufnahme gedrückt. Bitte erwarten Sie keine dramaturgisch interessanten Schnitte oder knackscharfe Qualität...

Ich finde diese Videos auf jeden Fall ganz interessant, was durchaus eine einsam und verlassen im Raum stehende Einzelmeinung sein kann, aber vielleicht überschneidet sie sich ja auch mit dem einen oder anderen Zuschauer. Reinschauen kostet nichts.

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Hier ein spontan (oje!) entstandenes Handyvideo (oje, oje!!), als mich der "Feurige Elias" sozusagen "heiß erwischte"...


Und zur Entspannung und als kleine Parallele zu Vernunft, Intelligenz und Demokratie eine Talfahrt. Und zwar mit der Nerobergbahn in Wiesbaden.


Wenn es um Kraft und Herrlichkeit geht, bilden die Brockenbahn und der winterliche Harz ein unschlagbares Gespann. Mögen die sächsischen "Vierekaas" filigraner sein und mit ihren kleinen Rädchen und herumwirbelnden kurzen Stängelchen an feinmechanische Kunst erinnern - die Harzer 99.23er halten sich mit filigranem Gedöns nicht auf. Sie haben eine Mission: Der Zug muß da hoch. Alles andere ist nur noch eine Frage von Feuer, Dampf und 700 PS. Da wackelt der Winterwald.


 "Diesen Weg auf den Höh'n bin ich oft gegangen" - das Rennsteiglied haben die Lokomotiven der Baureihe 94 lange Zeit auf ihre Weise geschnauft, immer im Takt ihrer zwei mächtigen Zylinder. Heute kann man sie noch immer manchmal erleben. Ganz besonders schön wird es, wenn der Rennsteig tief verschneit liegt, Weihnachten nahe ist und sich der Duft von weihnachtlichen thüringischen Spezialitäten mit dem feinen Odeur von Heißdampföl und Steinkohlenrauch mischt. Ein eisiges Szenario, das uns doch warm ums Herz macht. Und so kalt wie die Schnauze mancher Museumsbahndurchrechner ist es am Rennsteig eh noch nie geworden.


 "Reise in die alte Heimat"

Wie oft habe ich als kleiner Kerl staunend vor dem Fernseher gesessen und diesen Pausenfüller genossen... Da war das ganze restliche Fernsehprogramm mit Plumpaquatsch und Hanni van Haiden mir sowas von wurscht, wenn ich nur diesen Zug durch den Schnee dampfen sehen konnte. Dieser Film ist auch zum großen Teil schuld an der Macke, die ich bis heute mit mir herumschleppe...

1978 hatte ich natürlich absolut keine Ahnung, daß es sich bei der Bahn um die steirische Erzbergbahn handelte, die zur Entstehungszeit des Films noch in vollem Saft und unter kräftigem Dampf stand. Noch später habe ich herausgefunden, daß es sich bei der Musik um das Stück "Reise in die alte Heimat" von Hans Arno Simon handelte, der sich der Nachwelt weniger mit dieser symphonischen Musik, sondern als 50er-Jahre-Schlagerstar mit dem leider unsterblichen Hit "Anneliese" ins kollektive Gedächtnis eingebrannt hat. In Wirklichkeit war er aber wie viele seiner Schlagerkollegen ein begeisterter Jazzer und hochbegabter Musiker. Bei meiner Recherche zum Erzbergfilm und seinem Soundtrack stieß ich vor gut 15 Jahren auf seinen Sohn Bernd, der auch Musiker und Produzent (außerdem die Synchronstimme von Moe bei den Simpsons) war und über dessen Musikverlag ich die Musik damals auf CD erwerben konnte. Leider ist Bernd Simon am 27.11.2017 plötzlich verstorben. War ein Netter (das sind die, die heute immer weniger werden).


 Die Erkenntnis, dass auch andere Mütter schöne Töchter haben, ist ja nicht neu. Leider neigt die Menschheit aber derzeit zum angestrengten Blick in den eigenen Rektalbereich, anstatt in die bunte weite Welt zu schauen und die dortigen Schönheiten zu würdigen.

Wir haben ja nicht nur in Deutschland schöne Schmalspurbahnen (so sie von unseren unerbittlichen Fachleuten mit einer Existenzerlaubnis versehen werden), besonders in Wales gibt es eine sehr sehenswerte Szene aus Bahnen sehr schmaler Spur und trotzdem teilweise ausgedehnter, landschaftlich reizvoller Strecken, auf denen hochinteressante Fahrzeuge bewegt werden. 

Daher vergessen wir jetzt mal den saudummen Brexit und bewundern die Bahnschönheiten von Wales. Es geht normalspurig los, aber dann ist es relativ rasch vorbei mit "normal" - dann wird's super...


Johannes Schlüter, der Jahreszeitenbeauftragte der Deutschen Bahn.

Immer noch sehr lustig, auch wenn schon ein paar Jahre alt. Zum einen, weil die besprochenen Probleme nach wie vor nicht aus der Welt geräumt sind, zum anderen weil Rüdiger Grube zwar nicht mehr Bahnchef ist, seine Managersprüche aber auch aus jedem beliebigen Mund eines seiner Nachfolger blubbern könnten. Und was Dennis und Jesko aus dem dämlichen Spruch "Cash in the Täsch is the name of the game" machen, ist einfach super. Kleinere eisenbahntechnische Ungenauigkeiten sollte man milde nachsehen (natürlich ist das keine Lok, sondern ein Triebwagen...)


Ein echtes Unikat, das sogar an der Schwelle zum UNESCO-Weltkulturerbe steht: Die Laaser Marmorbahn - eine Kombination aus zwei Bahnstrecken mit einem Schrägaufzug dazwischen, die seit ihrer Entstehung 1929 so einiges gesehen hat und doch - wenn auch inzwischen arg von der Zeit und der harten Arbeit gerupft - immer noch in Betrieb steht. Ein bemerkenswerter Betrieb mit morbidem Charme.


 Nicht erst seitdem die blonde Föhnwelle uns jeden Tag mit neuen Erkenntnissen über die Unendlichkeit menschlicher Beschränktheit versorgt, gelten die Amerikaner eher als weniger den feinmechanischen Problemlösungen zugeneigt. Auch als die USA noch nicht "great again" waren, konnte der staunende Eisenbahnfreund dort gewaltige Dieselloks über Gleise rollen sehen, deren Lage zum Teil bei Mitarbeitern des EBA zu nachhaltiger Schnappatmung führen würde. Aber im Land der begrenzten Unmöglichkeiten wendet man trotzdem keine Gewalt an, sondern nimmt einfach den nächstgrößeren Hammer. 

Auch beim Spaß im Pulverschnee, alias Schneeräumdienst, macht man da keine Ausnahme. Wo der deutsche Eisenbahner sich brav an die vorgeschriebene Räumgeschwindigkeit gemäß Tabelle hält, folgt man hier eher dem Motto: Wer schneller fährt, macht die schöneren Schneefontänen. Also Vollgas und durch, auch wenn man links und rechts der Strecke konsterniert blickende Schneemänner erzeugt und das Pflugpersonal auf jeden Fall seefest sein muß.


 Wer an Schnee und Schmalspurbahn denkt, kommt an den - für Meterspurverhältnisse - mächtigen Dampf-Schneeschleudern der Rhätischen Bahn nicht vorbei. Hier ein hervorragendes Feature der Neuen Zürcher Zeitung, sozusagen "fast aus erster Hand". Rudimentäre Schwyzerdütsch-Kenntnisse sind für das Video von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Automatische Untertitel erzeugen Nonsens.

"Hopp Schwyz!"


 Auch wenn der Kaukasische Kreidekreis sicher berühmter ist, lohnt sich ein Blick auf diese kaukasische Schmalspurbahn. Hiesigen Zulassungsbehörden würde ein in dieser Art geführter Betrieb sicher nicht nur kalte Schweißausbrüche und kardiologische Ausnahmesituationen verschaffen, sondern schon nach sekundenlanger Betrachtung einen sofortigen Stilllegungsreflex auslösen.

Die Kaukasier sind da deutlich entspannter. Außerdem: Würde man das Bähnchen einstellen, womit transportierte man dann das Brot oder wie käme man zum Markt? Praktischer Nutzen triumphiert über den Abnutzungsgrad der Technik. Und die ist in weiten Teilen einfach nur schrottreif, legt man niedrigste westeuropäische Maßstäbe an, auch wenn es erstaunlich ist, wie lange sie doch durchhält. Trotz allem ist klar, daß die Tage dieser Bahn gezählt sein dürften. Deswegen sollte man sich diesen Bericht anschauen (und sei es nur, um sich eisenbahntechnisch zu gruseln).

Außerdem kann man noch mal ordentlich darüber staunen, wie ergeben der kleine Mann im Dreck dem in Milch und Honig badenden Potentaten gegenüber sein kann, wenn man ihm nur genug von "Neuer Größe der Heimat" oder ähnlichen Unsinn einflüstert...


 


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