Der Maler Robert Pferd

Sandberg war schon immer das künstlerische Zentrum des Bessunger Landes. Fragile Fragmente der fränkischen Frühzeit zeugen genauso davon wie die grimmigen gotischen Gurtbogen des geheimen Münsters im nahen Fernetal, dessen Standort leider während der Bauzeit in den Wirren des 37stündigen Krieges schlagartig in Vergessenheit geriet und bis heute nicht wiedergefunden werden konnte. 

Aber nicht nur die Künstler der Vergangenheit haben immer wieder für kulturelle Höhepunkte und Inspirationen gesorgt, auch die zeitgenössischen Meister tragen dazu bei. 

Einer der größten lebenden Künstler in Sandberg ist mit 1,95m Körpergröße (incl. Frisur, ohne Frisur 1,75m) der weit über die Grenzen von Stadt und Land bekannte Maler Robert Pferd. 

Robert wurde als einziges von 12 Geschwistern im späten Frühjahr 1938 in Untertannenberg geboren, der Vater arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahren als Schenkelklopfer in der elterlichen Hähnchenbraterei. Schon früh fiel dem Vater das künstlerische Talent des Sohnes auf, das er daraufhin durch den Kauf einer gebrauchten Farbrolle und mehrerer Farbbänder kaum unterstützte. 

Nach einer Lehre zum KFZ-Mechaniker entdeckte Robert Pferd die Ölmalerei für sich. Schon bald gelang es ihm, einige seiner Frühwerke gut gebraucht, mit geringer Kilometerleistung zu verkaufen. Sein Erstlingswerk "15W40 auf Betonboden" gilt aber seit einer gründlichen Reinigung der Autowerkstatt seines Lehrmeisters als verschollen.

Heute blickt Pferd zufrieden zurück auf eine langjährige künstlerische Laufbahn mit allen Höhen und Tiefen. Nachdem einige seiner Werke aus der Zeit nach seinem Abendstudium an der VHS Sandberg enorm hohe Preise erzielten, kam eine lange Durststrecke, die darin gipfelte, daß man den Künstler bei Baumarkt- und Möbelhauseröffnungen billige Kopien seiner eigenen Werke in sichtlich angetrunkenem Zustand darbieten sah. Aber dann erfolgte nach einem Artikel in der "Landkunst" über den Künstler eine unerwartete Renaissance seiner Malerei, die inzwischen auch in großen Museen rund um die Welt bewundert werden kann.

Der Meister selbst ist bescheiden geblieben: "Man hat lange Zeit nicht erkannt, daß ich ein Genie bin. Ich nehme das den Vollidioten nicht übel. Überheblichkeit liegt mir fern, ganz besonders gegenüber dem vollkommen unbedeutenden Rest der Menschheit."

Für einen niedrigen sechsstelligen, monatlichen Betrag konnten wir die Erlaubnis bekommen, einige Werke des Meisters hier vorzustellen. Eine Wiedergabe auf einem Bildschirm ist nur gestattet, wenn durchschnittlich nicht mehr als 1,5 Personen gleichzeitig die Werke innerhalb von 15 Minuten betrachten. Eigentlich müsste aus urheberrechtlichen Gründen der zur Betrachtung genutzte Bildschirm danach unbrauchbar gemacht werden (z.B. durch Verbrennen), hier konnten wir aber eine Sonderregelung aushandeln: Das Gesehene ist vom Betrachter unverzüglich nach der Betrachtung nachhaltig zu vergessen.