50 Shades of Schnee

Heute bin ich mal wieder beim freundlichen Bastelkramhändler gewesen und habe gesehen, daß man dort das Sortiment etwas umgestellt hat. Früher gab es dort eine fertige Schneepaste, die ganz gut zu verarbeiten war und mit in die frische Oberfläche gestreutem Glasdiamantin (das ich mir im Kilobeutel recht preiswert in einem Pyramidenzubehörladen in Seiffen besorgt habe) eine Oberfläche erzeugte, die mir recht gut gefiel.

Jetzt wird's aber inflationär: Statt einer Schneepampe im Glas gibt es jetzt sage und schreibe vier!

schneepasten

Namentlich (left to right): "Dekoschnee Winterzauber", "Schneepaste", "Glitzerschneepaste" und als besonderes Schmankerl "X-MAS Paste Creme".

Keiner der Bastelmaterialsachverständigen (und auch nicht die Beschriftung der Töpfe) konnte mich über den Unterschied zwischen Dekoschnee und Schneepaste aufklären. Mal vom Preis abgesehen. Glitzerschneepaste dürfte dasselbe sein wie die Schneepaste, nur mit Glitzer. Logisch. Wie sich "X-MAS Paste Creme" definiert, konnte ich auch nicht in Erfahrung bringen, bis auf die Tatsache, daß diese Creme (bei der ich vom Namen her eher an Füllung für weihnachtliches Gebäck denke) beim Blick durch den klarsichtigen Topfboden eher nicht ganz schneeweiß, sondern ganz zart gelblich darstellt - wahrscheinlich ist also mit "Creme" der Farbton gemeint. Was nicht erklärt, wofür man ausgerechnet an Weihnachten diese cremefarbene Creme braucht. Vielleicht für Schnee im Industriegebiet.

Nach eingehender Beratung, O-Ton: "Den Unterschied kann ich Ihnen auch nicht erklären, da müssen Sie halt probieren, was am besten geeignet ist" (na klar, ich kauf jetzt mal für fast 30 Euro vier verschiedene Zeugs, von dem ich nur eins brauche) habe ich mich als hoffnungsloser Schneeromantiker schließlich für das Glitzerzeug entschieden. Immerhin glitzert es, soweit ich das in einer kurzen Fingerprobe feststellen konnte, recht dezent und vor allem nicht regenbogenfarbig. Vielleicht nicht schlecht für das Setzen von Akzenten.


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