Besser ein Schild auf dem Dach...

...als eine Taube an der Hand. Oder so. Der Seitenflügel des Isleggerschen Fabrikgebäudes schreit geradezu nach einem schönen großen Reklametopper. Also habe ich einen konstruiert, gedruckt, lackiert und gealtert.

Am Anfang steht immer die Konstruktion, dazu benutze ich Sketchup, das ist fürs Privatvergnügen kostenlos. Leider ist die neueste Version nur noch online im Browser lauffähig und ziemlich abgespeckt, vor allem lassen sich keine Zusatzmodule mehr so einfach einbinden. Deswegen empfehle ich, die letzte Version von Sketchup Make von 2017 zu organisieren, sie ist (noch, Stand 10/2019) als Download erhältlich, das Programm wird lokal installiert.

Nachdem das 3D-Modell in Sketchup meinen Ideen entspricht, kann ich es als STL-File exportieren (dazu benötigt man ein STL-Exportmodul für Sketchup) und dann wird es im Slicer plaziert. Ich verwende statt dem beim Drucker mitgelieferten und eher grobmotorischen Slicer die komfortablere "ChiTuBox", die einen erheblich größeren Funktionsumfang bietet.

An Schluß hat man ein druckerspezifisches File, das auf einen USB-Stick kopiert wird, von dem der Drucker das Ganze einliest. Der Drucker hat keine direkte Verbindungsmöglichkeit zum PC, was mir das Verlegen eines Kabels vom dritten Stock in den Keller spart... Resin rein, Druckfile auf dem Touchscreen des Printers auswählen, los gehts. Der Druck des Dachschriftzuges dauert eine gute Dreiviertelstunde. Der erste Druck ist ganz okay, aber durch leichtes Nachjustieren der Parameter (Belichtungszeit, Schichtdicke, Zwischenhub usw.) kitzele ich noch ein im Detail schärferes Ergebnis heraus.

Nach dem Härten unter UV-Licht wird das gute Stück dann erst mal per Airbrush mit rotbrauner Grundierung versehen. Nachdem diese getrocknet ist, bekommt das Schild einen Auftrag "Chipping Medium" mit dem Pinsel, allerdings vor allem an der Rückseite. Die Vorderseite spare ich größtenteils aus. Nachdem auch diese Schicht getrocknet ist, kommt weiße Farbe in die Spritzpistole und es bekommt eine saubere weiße Lackschicht. Die bleibt aber nicht lange so jungfräulich. Nach dem Trocknen wird nun mit Wasser und einem Borstenpinsel das Teil mehr oder minder sanft bearbeitet und tatsächlich blättert die Farbe an den mit Chipping Medium vorbehandelten Stellen recht pittoresk ab. Jetzt noch ein bißchen nachhelfen mit aufgetupften und -gewischten Rostspuren in verschiedenen Helligkeitsstufen und am Ende noch einen "Wash" mit stark verdünnter schwarzer Farbe, um dem Ganzen noch ordentlich Tiefe zu geben. 

Nach dem Platzieren auf dem Dach kommt dann natürlich auch noch die übliche Portion Schnee drauf. Zur Illumination dienen ein paar Mikro-LEDs.

Sieht doch ganz gut aus... (Bilder bitte anklicken für größere Ansicht mit Erläuterungen)

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